Einsatzberichte - Kreisfeuerwehrverband Northeim e.V.

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Informationen zum Feuerwehreinsatz am 04. August 2014

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Einsatz 1310 eingetragen von Horst Lange
Brandabschnitt-West
Mo 04. August 2014 - 01:20 Uhr
Uslar, Stadt Uslar, Siemensstraße
Hallenbrand

- Einsatzkurzbericht -


Einsatznummer: 090


Einsatzort: Uslar Ortsteil: Uslar

Einsatzart: Großbrand Lagerhalle Brand: 3

Datum / Uhrzeit: 04.08.2014 / 01.20 Uhr Einsatzende: 04.08.2014 / 16.45 Uhr


eingesetzte Kräfte: eingesetzte Fahrzeuge:

LZ 1 – Ofw. Uslar KdoW, ELW 1, LF 20, DLK 23/12, LF 16H, RW 2, GW-Mess, SW 2000, GA

LZ 2 – Ofw. Schoningen, Ahlbershausen,
Verliehausen, Offensen, Fürstenhagen 4x TSF, LF 8

LZ 3 – Ofw. Schönhagen, Kammerborn,
Sohlingen, Wiensen 4x TSF, GA-Atemschutz

LZ 4 – Ofw. Volpriehausen, Schlarpe,
Gierswalde, Delliehausen 3x TSF, LF 8H, AL 18

LZ 5 – Ofw. Eschershausen, Dinkelhausen,
Vahle, Bollensen 4x TSF, GA-Wasserförderung

FTZ Northeim DLK 23/12

Ofw. Hardegsen ELW 1 (WBK), RW 1 (Schlauchüberführung)

DRK-Bereitschaft Solling FüKw, RTW, KTW, GW-San

Kurzbericht:

In der Nacht zum Montag den 04.08.2014 brannte eine Lagerhalle eines holzverarbeitenden Betriebes in der Uslarer Siemensstraße vollständig ab. Die Ortsfeuerwehr Uslar wurde um 01:20 Uhr über DME alarmiert. Bereits vier Minuten später war das erste Fahrzeug vor Ort (KdoW mit Stadtbrandmeister) und forderte die Löschzüge 3 und 5, sowie die Drehleiter der FTZ Northeim nach.

Durch die ca. 20m hohen Flammen und die enorme Hitzestrahlung bestand eine Ausbreitungsgefahr für die Nachbarhäuser. Die Bewohner wurden umgehend evakuiert und mehrere Riegelstellungen zum Schutz der Gebäude aufgebaut. Zwischenzeitlich sind weitere Löschzüge nachalarmiert worden.

Über fünf Wasserförderstrecken wurde das Löschwasser aus dem Hydrantennetz und offenen Wasser-entnahmestellen zur Einsatzstelle transportiert. Die aus Hardegsen angeforderte Schlauchüberführung leistete dabei sehr gute Dienste. Durch die Breite überspannt die Schlauchüberführung die komplette Bundestraße 241 und es kam zu keiner Behinderung des später einsetzenden Berufs- und LKW-Verkehrs.

Insgesamt waren 2 Wenderohre (über die DLK Uslar und der FTZ-Northeim), 4 B-Rohre und 9 C-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt. Durch die Riegelstellungen gelang es die Nachbarhäuser zu halten.
Die Hitze hatte bereits die Scheiben zum Bersten gebracht. Die Bewohner konnten in der nahe gelegenen Schule untergebracht werden, wo auch später die Versorgung der Einsatzkräfte stattfand.

Nach ca. 2 Stunden war das Feuer soweit unter Kontrolle, das die sehr aufwendigen Nachlöscharbeiten beginnen konnten. Um überhaupt an die vielen Brandnester in dem komplett zusammengefallenen Hallenbereich heranzukommen, musste ein Bagger eingesetzt werden. Mit den beiden Wärmebildkameras (Uslar und Hardegsen) wurden immer wieder Glutnester gefunden.

Bis zum späten Nachmittag zogen sich die Nachlöscharbeiten hin. Immer wieder legte der Bagger Glutnester frei, die abgelöscht wurden. Die Atemschutzsammelstelle registrierte 66 Atemschutzträger während der Einsatzzeit. Gegen 13.00 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Bollensen erneut alarmiert, sie lösten die Uslarer Einsatzkräfte ab.

Den Eigenschutz und die Versorgung der Einsatzkräfte übernahm die DRK-Bereitschaft Solling. Getränke für die Einsatzkräfte lieferte noch in der Nacht, der Getränkehandel Volke direkt an die Einsatzstelle.

Insgesamt waren ca. 240 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Ab 9.00 Uhr konnten die ersten Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Die Wasserförderstrecken wurden abgebaut und die Straßensperrungen zurück genommen.

Bei diesem Einsatz hat sich die Zusammenarbeit der Löschzüge einmal mehr als Vorteil erwiesen. Die Anwohner bedankten sich zum Teil persönlich vor Ort bei den Feuerwehrkräften für ihre Arbeit.

Jörg Jacob, Stadtbrandmeister Uslar
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